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Seine Mitarbeiter und er konnten es kaum glauben, als sie die Summe gelesen haben, die die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Renningen beim Spendenlauf für die Ukraine erlaufen hatten. Natürlich hätte es davor bereits Schulen gegeben, die an die Stuttgarter Hilfsorganisation STELP Geld gespendet hätten. Aber da habe es sich um Geldbeträge zwischen 300 und 1,500 € gehandelt, worüber sie selbstverständlich froh und dankbar seien, so Serkan Eren, Gründer von STELP. Bei der unglaublichen Summe von 21.081,80 € ist es ihm ein ganz besonderes Anliegen, den Scheck von der SMV des Gymnasiums Renningen persönlich entgegenzunehmen und den Schülerinnen und Schülern zu berichten, wofür die Spende verwendet wird.  „Ich werde euer Geld nicht aus der Hand geben und persönlich dafür sorgen, dass es bei den bedürftigen Menschen in der Ukraine ankommt“, verspricht Serkan Eren, der erst vor zwei Tagen aus der Ukraine zurückgekommen ist. Auf die Frage eines Schülers, wie viel man denn mit 21 000 € helfen könne, schildert er anschaulich, dass er damit einen riesigen Lastzug mit Lebensmitteln befüllen könne. „Ihr habt einen kompletten Supermarkt vollgemacht und in acht bis neun Tagen werden die Menschen in der Ukraine bereits davon profitieren“. Eine Schülerin will wissen, was Serkan Eren motiviere, trotz Lebensgefahr regelmäßig in die Ukraine zu fahren. Er sei sich der Gefahr durchaus bewusst, da bereits Bekannte von ihm in diesem furchtbaren Krieg gestorben seien und das, obwohl auch sie Hilfsorganisationen angehörten und diese laut Kriegsrecht nicht beschossen werden dürfen. „In diesem Krieg hält man sich leider nicht daran“. Serkan Eren berichtet von einem Mädchen im Rollstuhl, das wochenlang in einem Keller saß und das er aus der Ukraine bringen konnte und das jetzt sicher in Frankfurt lebt. „Sie schickt mir regelmäßig Fotos um zu zeigen, wie gut es ihr geht“. Selbst wenn mir etwas passieren sollte, dann habe ich Menschen wie ihr geholfen.“ Dies könne er nur mit der Unterstützung durch Spenden tun, wofür er sich ausdrücklich bei den Schülerinnen und Schülern bedankt. Auch Frau Bundschuh lobt die Laufbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und die großzügigen Spenden der Eltern und Verwandten. Den Rekord von 21 Runden in 30 Minuten, insgesamt 8400 Meter,  ist Hans Schmid aus der 11.Klasse gelaufen, berichtet Steve Wolf, der selbst auf 20 Runden gekommen ist. „Wir haben eh sportlichen Ehrgeiz, aber aufgrund des guten Zwecks haben wir uns extra ins Zeug gelegt“.  Offensichtlich waren sie mit ihrer Einstellung nicht allein.